Tipps & Ratgeber

Dein Fahrrad fit für den Frühling machen

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Der Himmel durchzogen von blauweißen Wolkenschäfchen und ein gefühlter Temperaturanstieg sind eindeutige Zeichen für den nahenden Frühling.

Nun ist es an der Zeit, an Dein Bike zu denken, das viel zu lange in Winterstarre verharrte und nun zu neuem Leben erweckt werden will. Jedoch ist vor der ersehnten ersten Tour noch etwas Unaufschiebbares zu erledigen: Das Fahrrad muss fit gemacht werden, damit es seinen Dienst für die kommende Saison ohne Fehl und Tadel verrichten kann.

Wir sagen Dir in diesem kleinen Artikel, worauf beim Frühjahrsputz geachtet werden sollte und welche Arbeiten unbedingt zu erledigen sind.

Eigentlich gehen wir nicht davon aus, dass Dein Bike schmutzig in den Winterschlaf entlassen wurde. Wenn doch – vielleicht gibt es ja einen triftigen Grund dafür, der uns aber nichts angeht – dann ist erst recht der Frühjahrsputz nun angesagt.

  • Rahmen und alle Fahrradkomponenten werden mit einem geeigneten Fahrradreiniger kurz angesprüht und nach einer kurzen Einweichzeit mit Wasser und einem weichen Schwann ohne Druck abgewischt. Für die etwas schwierigen Stellen am Rad eignet sich eine ausgediente Zahnbürste vorzüglich. Eines ist sehr wichtig: Niemals das Bike mit einem Hochdruckreiniger versuchen zu reinigen, dies wäre die beste Methode, die empfindlichen Teile wie Lager und Ritzel umzubringen.
  • Die Winterpause geht auch an den Reifen nicht spurlos vorüber. Mögen die Mäntel noch so gut und neu sein, es entweicht kontinuierlich ein bisschen Luft. Bitte, schau auf die Reifenflanken, hier findest Du, wie viel Druck der Reifen haben sollte – meistens mit einer Minimum-und Maximumangabe versehen. Bist Du Dir nicht ganz sicher, dann wende Dich an unseren Fahrradshop; unsere Experten wissen genau, welchen Druck der Reifen für welche Fahreigenschaften benötigt.
  • Gut geschmiert ist halb gewonnen. Dieser Spruch hat schon seine grundsätzliche Berechtigung. Die beweglichen Komponenten am Bike wie Schaltung, Pedalen und Bowdenzüge danken es mit exzellenter Funktion, wenn sie mit wenigen Spritzern eines kriechfähigen Schmiermittels behandelt werden. Die Federgabeln benötigen sicherlich ein bisschen Fett – aber vorsichtig und dünn auftragen und am besten spezielles Federungsfett im Fachhandel kaufen.
  • Eigentlich gehört dieser Punkt weiter oben erwähnt, handelt er doch vom Kraft-und Energiezentrum des Rades: die Kette!

Rostige und verdreckte Ketten sehen gar nicht gut aus und verderben die gesamte Haptik Deines Bikes. Außerdem soll sie sauber und nicht quietschend über die Ritzel laufen. In der Regel reicht es, ein paar Tropfen gutes Kettenöl auf einen Lappen zu träufeln und die Kette durch diesen laufen zu lassen. Gutes Öl aus dem Grund, weil es nicht so stark den Dreck anzieht, wie es bei Billigerzeugnissen der Fall ist. Auf keinen Fall die Kette mit Fett behandeln, da sich dann sofort ein Schmutzfilm auf der Kette bilden würde.

Der Fachhandel hält die richtigen Schmiermittel für Dein Bike bereit und steht mit Rat und Tat an Deiner Seite.

  • Der Bremsencheck – die Bremsen sind Deine Lebensversicherung! Gerade deshalb gebührt ihnen eine erhöhte Aufmerksamkeit! Bei Felgenbremsen sind Bremsbelege die sprichwörtliche Achillesferse. Sie unterliegen einem permanenten Verschleißprozess und sollten unbedingt am Beginn der neuen Saison ausgewechselt werden. Hydraulische Bremsen bitte im Fachhandel auf zuverlässige Funktionalität überprüfen und falls notwendig die Einstellarbeiten vornehmen lassen.
  • Das Schaltzentrum – Ketten- und Nabenschaltungen müssen sauber die Gänge auf den Antrieb bringen. Verstellte Schaltungen müssen neu justiert werden damit kein Kettenrasseln oder ungewollte Gangwechsel sich als unangenehme Folgen einstellen. Der Fachhandel hilft weiter, wenn es sich um eine schwierige Einstellarbeit handeln sollte.
  • Die Fahrradbeleuchtung – sehen und gesehen werden. Eine einwandfrei funktionierende Beleuchtungsanlage an Rädern, die auf allgemeinen Straßen fahren, sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Nicht allein Du sollst sehen, wohin Dein Bike rollt, auch die anderen Verkehrsteilnehmer müssen Dich rechtzeitig ausmachen und im Falle des Falles ausweichen können. Frontlicht und Rücklicht sind deshalb zu Beginn der Saison auszutesten und wenn notwendig in Ordnung zu bringen. Sollte die Beleuchtung nicht den gewünschten Effekt bringen – am besten während einer Nachtfahrt testen – dann unbedingt die Anlage durch fachmännische Betreuung aufrüsten lassen. Im Zuge des Frühjahrsputzes auch an die Reflektoren denken- sie spielen, was Sicherheit angeht ebenfalls eine wesentliche Rolle und dürfen deshalb nicht fehlen.

Alle diese Arbeiten sind wichtig und stellen sicher, dass Du alles getan hast, um verantwortungsvoll am Straßenverkehr teilzunehmen. Sollte sich jedoch herausstellen, dass die gebotenen Instandsetzungs- und Wartungsarbeiten für Dein in die Jahre gekommenes Bike eigentlich zu aufwendig sind, dann sollte einem Neukauf nichts im Wege stehen. In unserem Fahrradshop kannst Du ein Fahrrad kaufen und konfigurieren lassen, wie Du es willst. Die Mitarbeiter von Tretwerk werden Dich kompetent und allumfassend beraten.

Disclaimer:

Mit diesem Artikel wollen wir einen kleinen Leitfaden rund um das Thema „Dein Fahrrad fit für den Frühling machen“ publizieren. Dieser Artikel stellt keine Rechtsberatung dar und erhebt auch nicht den Anspruch auf Vollständigkeit.

Gerne nehmen wir Anregungen und Kritik entgegen. Anruf oder Mail genügt.

Bildquelle: fotolia.com © Monika Wisniewska

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