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Vor- und Nachteile von Leihrädern – ein thematischer Überblick

bikesharing

Fremd in einer Stadt – das hat doch schon jeder erlebt und nicht immer ist das Verweilen touristischen Zwecken geschuldet. Die berufsbedingte Mobilität zwingt dich einfach, einen Termin oder eine Dienstleistung in einer fremden Umgebung anzunehmen. Schön und gut – aber wie kannst du kosten- und umweltverträglich deine Termine wahrnehmen? Dein eigenes gerade gekauftes Citybike ist weit weg, auf den Straßen herrscht mal wieder Chaos und zum Laufen ist es schlicht zu weit. Also, was hilft?

Das Zauberwort, wie diese Problematik zu bewältigen ist, lautet „Bikesharing“ oder auf gut Deutsch „Leihfahrrad teilen“.

Bikesharing – die moderne Form des Fahrradverleihs

Der Begriff „Bikesharing“ stammt aus dem Englischen und setzt sich aus den Wörtern „bike“ (Fahrrad) und „share“ (teilen, gemeinsam benutzen) zusammen. Der Name ist hierbei Programm: Beim Bikesharing wird ein Fahrrad von verschiedenen Menschen genutzt und bleibt im Eigentum des Verleihers. Es ist also, wenn du so willst, eine Art „Leasing“ auf Zeit, wo du nur für die Nutzung des Fahrrades zahlst – also

Tretwerk hat recherchiert und kommt zu interessanten Ergebnissen, was es mit der Ausleihe von Fahrrädern auf sich hat und versucht die Vor- und Nachteile dieser immer mehr umgreifenden Entwicklung in urbanen Ballungsgebieten herauszuarbeiten. Lass Dich überraschen, was die Experten von Tretwerk so alles herausgefunden haben und entspanne dich bei der Lektüre dieses interessanten Themas.

„Call a Bike“ – die Bahn macht es möglich

Der Vorreiter für das Ausleihen von Bikes ist die Bahn. In mehr als 55 Städten und an vielen Bahnhöfen ist die Bahn mit einem Angebot von mehr als 13.500 Leihfahrrädern präsent. Damit ist die Bahn auch der Klassenprimus unter den Leihfirmen und die starke Marktpräsenz hat zur Folge, dass in großen und mittleren Städten ein gutes Angebot und viele Leihstationen zu finden sind. Buchungen sind einfach über eine App über das Smartphone zu bewerkstelligen und verschieden Tarife – je nach Dauer der Ausleihe – werden dem User angeboten.

Vorteile: starkes Angebot mit problemloser Reservierung und übersichtliche Angabe in der App über die Standorte der verfügbaren Bikes.

Nachteile: Das Abstellen der Räder abseits der offiziellen Stationen wird mit z. Zt. 5,00 Euro Rückholkosten belastet. Keine Möglichkeit, sich vorher ein Bild über den Zustand des gewünschten Rades zu machen.

Selbstverständlich drängen immer mehr Anbieter auf den Markt, so sind z. B. in Frankfurt/Main allein vier andere Verleiher angetreten, um den Leuten, das Ausleihen von Fahrrädern schmackhaft zu machen. Das System ist bei allen Anbietern ähnlich: Mit einer eigens entwickelten App lassen sich die Räder anmieten und auch die Zahlung – nach Nutzung gestaffelt – kann über die bekannt etablierten Zahlsysteme wie z. B. PayPal oder paydirekt mühelos erfolgen.

Auch bei den anderen Anbietern gelten die gleichen Vor- und Nachteile wie bei dem erstgenannten Bahnanbieter. Allgemein lässt sich zusammenfassen, dass vor dem Anmieten eines Rades die Nutzungsbedingungen bekannt sein sollten und dass die Bikes nach Gebrauch immer an den Servicestationen oder den von den Verleihern benannten Rückgabeplätzen verschlossen zurückgebracht werden sollten. Wichtig bei diesem Leihgeschäft ist es, mögliche vorgefundene oder selbst verursachte Beschädigungen an der Leihsache – sprich Cityfahrrad – dem Verleiher schriftlich zu melden. Du musst wissen, dass bei der Ausleihe eines Rades – so simpel sich dieser Vorgang auch darstellt – immer ein rechtsgültiger Vertrag nach den Bestimmungen des Kaufrechts im BGB abgeschlossen wurde.

Preise beim Bikesharing sind günstig

Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft – dieser Spruch gilt natürlich auch beim sogenannten Bikesharing. Die Preise sind günstig und meistens für eine kurze Ausleihe bei den Anbietern gleich: In der Regel kostet eine Stunde 2,00 bis 2,75 Euro. Große Unterschiede zwischen den Anbietern gibt es preislich jedoch für eine 24-Stunden-Nutzung. In diesem Fall sollte eine genaue Preisangabe in den Bedingungen der Anbieter genannt sein. Bei der Rückgabe solltest du immer peinlich genau darauf achten, dass diese so erfolgt, wie der Verleiher es vorgegeben hat – andernfalls kann es für dich teuer werden, wenn separat Rückhol- oder Findungskosten auf der Rechnung stehen.

Wie sieht es mit dem Ausleihen von hochwertigen E-Bikes aus?

Natürlich brauchst du dein neues gekauftes Fahrrad, egal ob Cityrad oder E-Bike, nicht unbedingt in die fremde Umgebung zu transportieren. Mehr und mehr Anbieter – darunter finden sich auch bereits Anbieter aus Asien – haben die Zeichen der Zeit erkannt und bieten neben normalen Citybikes auch hochwertige E-Bikes zu moderaten Preisen an. Gerade bei den E-Bikes empfiehlt es sich, besonders auf den Zustand des Citybikes zu achten, um später nicht für Schäden aufkommen zu müssen, die selbst nicht verursacht wurden. Seriöse Anbieter erkennst du immer daran, dass diese per Anruf erreichbar sind und sich sofort um dein Anliegen ohne nennenswerte zeitliche Verzögerung kümmern.

Fahrradvermietung und Bikesharing – ähnlich aber doch vollkommen verschieden

Nicht zu verwechseln ist Bikesharing mit der klassischen Fahrradvermietung. Die nachstehende Tabelle verdeutlicht sehr schön die unterschiedlichen Konzepte, die dem Gedanken der Fahrradleihe zugrunde liegen.

Fahrradvermietung (klassisch) Bikesharing
anzusprechende Zielgruppe: Allgemein Touristen Pendler und sporadisch Auswärtige
Zweck: Freizeit und Hobby Alternative zum ÖVP oder Auto
Registrierung: keine Über Kundenkonto und App
Form der Leihe: Klassische Ausleihe des Bikes mit Hinterlegung von Sicherheiten Keine besonderen Sicherheiten erforderlich – aber Angabe der Zahlungsverbindung
Rückgabe des Citybikes: meistens am jeweiligen Ort der Ausleihe an jeder beliebigen Fahrradstation des Anbieters
Kosten der Ausleihung: meistens teure Tagesmietgebühren Abrechnung nach Zeitintervallen der Nutzungsdauer
Öffnungszeiten des Verleihers: sind bei Ausleihung und Rückgabe zu beachten keine
Nutzungsdauer: Individuell vorher festzulegen variable Handhabung


Disclaimer:

Mit diesem Artikel wollen wir einen kleinen Leitfaden rund um das Thema Vor- und Nachteile bei Leihfahrrädern“ herausgeben. Diesen Ratgeber haben wir nach sorgfältiger Recherche erstellt und versucht einen möglichst umfassenden Einblick über das Thema zu geben. Der Beitrag erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit und bedeutet auch inhaltlich keinerlei Rechtsberatung. Für versehentliche Fehler in der Berichterstattung übernimmt Tretwerk keine Haftung.

Gerne kannst du dich bei Fragen oder Anregungen an uns wenden, Mail oder Anruf genügt.

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