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200 Jahre Fahrrad! Das Fahrrad Jubiläum

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Wer hätte das gedacht? Das Fahrrad feiert Jubiläum. Und was für eins – den 200. Geburtstag!
200 Jahre Geschichte nahmen ihren Anfang im Land der Tüftler und der Denker. In Baden-Württemberg stand die Wiege des Fahrrades. Am 12. Juni 1817 war der denkwürdige Tag, an dem der Freiherr Karl Drais mit einer eher heute komisch wirkenden Laufmaschine durch Mannheim fuhr. Diese Laufmaschine – heute Draisine genannt – gilt als die Urform des heutigen Fahrrades.

Die spannende Geschichte des Fahrrades

Es sollten mehr als 40 Jahre vergehen, bis diese geniale Erfindung des Herrn Drais eine Weiterentwicklung erfuhr. Warum tat sich so lange nichts? Die Gründe hierfür sind vielschichtiger Natur: Die Menschen hatten damals andere Sorgen – Kriege, Ernteausfälle und politische Veränderungen in Europa ließen die Begeisterung für die Erfindung des Fahrrades vermissen. Sie kam für ihre Zeit einfach zu früh und der Erfinder Karl Drais konnte deshalb auch keinen finanziellen Erfolg für sich verbuchen.

Die revolutionären Anfänge der Weiterentwicklung

Heute ist immer noch nicht ganz geklärt, wer denn nun nach 40 Jahren auf die Idee kam, diese Laufmaschine technisch zu revolutionieren. Nachweislich wurde um 1876 in Paris jedoch ein Exemplar dieses Unikats so umgebaut, dass eine Tretkurbel mit dem Vorderrad verbunden wurde. Dies gilt als der Meilenstein in der Entwicklung des Fahrrades. Die Menschen der damaligen Zeit – unter ihnen auch der Carl Benz – erlebten zum ersten Mal das Gefühl, auf einem Gefährt zu sitzen und keine Bodenhaftigkeit mehr mit den Füßen zu haben.

Von Frankreich nach Deutschland und Übersee

Die Erfolge in Frankreich, begünstigt durch die Pariser Weltausstellung von 1867, schwappten auch in die Nachbarländer über. So entstanden auch in Deutschland zahlreiche Produktionsstätten, die für ihre fast ausschließlich männliche und meistens aristokratische Kundschaft, diese für damalige Verhältnisse exklusiven Vehikel bauten. Auch nach Übersee – speziell in den USA – setzte sich der Boom fort und schon 1869 galt es als schick, Langstreckenrennen von 130 Km Distanz für die gehobene Klasse zu organisieren.

Jedoch dauerte diese Zeit der Hochräder mit ihren Holzreifen nicht mehr lange. England – das Land der industriellen Revolution – trieb die Entwicklung mächtig voran und das ziemlich unförmige Gefährt nahm nach und nach die Gestalt an, die wir heute vom Fahrrad kennen.
Luftgefüllte Reifen machten das Fahren komfortabler und schneller.

Die Ära der Massenmobilisierung

Die Menschen in Europa und auch in Übersee waren durchdrungen von dem Gefühl eines bisher unbekannten Mobilitätsbedürfnisses. In der Zeit vor dem Fahrrad war es den Menschen aufgrund ihrer Herkunft und des Standes nicht erlaubt, sich weit von ihrem Wohnort zu entfernen. Dieses Privileg war nur der Oberschicht hoch auf dem Ross oder mit der Kutsche vorbehalten. Erst das Rad und behördliche Lockerungen der Domizilanordnung brachten den Menschen die Freiheit, sich fortbewegen zu können. Schon während der Kaiserzeit begann die Blütezeit des Fahrrades in Deutschland und erlebte nach dem Zweiten Weltkrieg einen bis dahin ungeahnten Mobilitätsschub. Das Fahrrad war aus den Ballungsgebieten der großen Städte nicht mehr wegzudenken. Dieser Trend hat sich bis in die heutige Zeit fortgesetzt und angesichts der steigenden Platzprobleme im Straßenverkehr schließen sich immer mehr umweltbewusste Menschen dem an. Das Fahrrad ist im Bewusstsein der Menschen angekommen und hat seinen Platz nach 200 Jahren Entwicklung und Forschung wohl auch noch für das nächste Jahrhundert und darüber hinaus fest gebucht.

Das Fahrrad von heute – Hightech und Elektronik

Einfache Mechanik war gestern – das Fahrrad von heute ist ein Spitzenprodukt industrieller Herstellung vom Feinsten! Wenn Du Dich heute im Fachhandel umschaust – oder die Absicht hast ein Fahrrad zu kaufen, so wirst Du von der Typen- und Variantenvielfalt fast erschlagen. Längst hat die Elektronik ihren unaufhaltsamen Einzug bei der Fertigung von Fahrrädern gehalten und das Ergebnis sind z. B. Fahrräder mit unterstützender elektrischer Antriebshilfe: die E-Bikes. Diese Spezies der modernen Fahrradtechnik sind heute der absolute Hype und feiert einen Umsatzrekord nach dem andern.
Ein Fahrrad zu kaufen ist ein komplexer technischer Vorgang, dem eine intensive und kompetente Beratung vorausgehen sollte.
Tretwerk und seine geschulten und hilfsbereiten Mitarbeiter(innen) stehen Dir bei Deinem Vorhaben, ein Fahrrad zu kaufen mit Rat und Tat zur Seite.

Die mentale Veränderung im Bewusstsein der Menschen

Auch das Verhalten der Menschen zum Fahrrad hat sich im Laufe der Zeit gravierend verändert: Wurde das Fahrrad in den 60er oder 70er Jahren nur als ein reines Fortbewegungsmittel betrachtet und genutzt, so stellt es heute einen Lifestyle-Trend dar. Der Kauf von Mountainbikes, Crossbikes oder Cityrädern geschieht heute unter sportlichen oder gesundheitsfördernden Aspekten und dient nicht mehr nur dem Zweck der einfachen Fortbewegung. Diese erstaunliche Bewusstseinsveränderung führt selbstverständlich auch zu einer Verringerung der Schadstoffe in der Luft – der eigene Pkw bleibt immer öfters in der Garage – und dadurch zu einer nachhaltigen Klimaverbesserung.

Disclaimer:

Mit diesem Artikel wollen wir den 200. Geburtstag des Fahrrades würdigen und an die Anfänge dieser genialen Erfindung erinnern. Dieser kleine Ausflug in die Geschichte des Fahrrades stellt keine Rechtsberatung dar und erhebt auch nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Wir von Tretwerk verstehen diesen kleinen Beitrag als eine Hommage an Erfindergeist und Technik bei der Herstellung von hochwertigen Fahrrädern.
Gerne nehmen wir Anregungen und Kritik entgegen. Anruf oder Mail genügt.

 

Bildquelle: fotolia.com © taborsky

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