Tipps & Ratgeber

Der Akku – das Kraftzentrum beim E-Bike

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E-Bikes sind en vogue und der Höhenflug dieser Fahrräder ist nach wie vor ungebrochen. Kein Wunder, dass sich E-Bikes bei den Kunden einer immer größer werdenden Beliebtheit erfreuen.

E-Bikes haben sich zu wahren Technikwunder entwickelt und ein Ende der Innovationsfreudigkeit ist nicht abzusehen. Bei aller Technikverliebtheit soll jedoch eine wesentliche Komponente besonders hervorgehoben werden: der Akku.

Tretwerk hat sich aufgrund der starken Nachfrage nach E-Bikes mit diesem Thema ausführlich beschäftigt und die wichtigsten Punkte und Besonderheiten, die du beachten solltest, herausgearbeitet.

Der Akku ist sprichwörtlich die Herzkammer des Pedelecs. Er versorgt den Motor mit elektrischer Energie, die für die gewünschte Tretunterstützung beim Fahren unerlässlich ist. Hier beginnt aber schon das große Raten, welcher Akku ist für mein Fahrrad optimal geeignet, wie sieht es mit der Reichweite und Leistung aus, wie viel Leistung sollte der Akku haben, damit seine Lebensdauer reichlich bemessen ist. Denn eins ist klar, jeder Akku ist in seiner Lebensdauer beschränkt und deshalb ist eine gute Wartung sinnvoll, damit der Akku viele Jahre seinen Dienst tut.

Zu einer guten E-Bike Kaufberatung gehört es auch, dir im Detail E-Bike-Akku-Pflege Tipps mit an die Hand zu geben. Dabei kommt es nicht unbedingt darauf an, ob es sich um einen preiswerten wie z. B. 400 Watt Akku-Pack handelt, oder hochwertige Bosch PowerPacks in die engere Wahl kommen. Je nach Fahrradtyp wird dir in der E-Bike Kaufberatung der richtige Akkupack angeboten.

Dieser Artikel wird dazu beitragen, dass dein Akku eine lange Lebensdauer hat und du dadurch lange Zeit an deinem E-Bike – (E-MTB, City-E-Bike, BMS, E-Bike All Road, etc.) Freude haben wirst. Lies die Tipps immer dann, wenn du Fragen zum E-Bike-Akku hast oder melde dich bei Tretwerk. Wir kümmern uns um dein Problem – versprochen!

Das Wichtigste auf den Punkt gebracht:

Wie lade ich den Akku vom E-Bike auf

Beim Laden des Akkus solltest du auf die Umgebungstemperatur achten: Die Temperatur sollten nicht den Nullpunkt nicht unterschreiten und nicht höher als 40 Grad sein. (Dies kommt in unseren Breiten nur sehr selten vor). Der Akku darf nicht in der Nähe von brennbaren Materialien aufgeladen und bitte den Ladevorgang nach Möglichkeit überwachen.

Sinnvoll ist die Anschaffung eines zweiten Ladegerätes vom gleichen Hersteller, so kannst du bequem an einem anderen ständigen Ort, z. B. im Büro den Akku laden und dein Rad ist immer einsatzbereit.

Achte bei der Lagerung des Akkus auf eine trockene Umgebung und beachte immer die Vorgaben des jeweiligen Herstellers. Sehr schön kannst du bei Bosch auch auf der Website alles zu den E-Bike Typen, E-Bike Antriebs Systemen und E-Bike Teilen nachlesen. Aber auch die anderen zertifizierten

Hersteller geben dir im Detail alles über den elektrischen Antrieb, Akku Kapazität und Energie für dein Rad in ihren Betriebsanleitungen und Websites.

Wie gut sind Lithium-Ionen-Akkus?

Heute zählen Lithium-Ionen-Akkus zu den modernsten und häufigsten Akkus für E-Bikes.Diese E-Bike-Akkus werden bei allen E-Bike Typen wie E-City Bikes, E-Mountainbikes, etc. aufgrund ihres immer geringer werdenden Gewichtes und der ständig weiter verlängerten Ladezyklen in die meisten Pedelecs verbaut.

Messungen haben ergeben, dass aufgrund der hohen Energiedichte Lithium-Ionen-Akkus in der Lage sind, mehr Akkukapazität bei einem relativ geringen Gewicht zu speichern. So setzen bekannte Hersteller wie z. B. Bosch mit seinem Bosch Akku auf die bewährte Lithium-Ionen-Technologie. Mit diesen Batterien ist den Herstellern ein technologischer Quantensprung geglückt, der sich auch in anderen Bereichen, wo es auf Energiespeicherung und Kapazität ankommt, bahnbrechend auswirkt.

Wie lange laden die E-Bike-Akkus?

Je nach Angabe der Hersteller ist die Ladezeit abhängig vom Ah Wert und von der Wh-Kapazität des Akkus. So benötigt der einfache Bosch PowerPack für 50 Prozent der Ladung ungefähr eine Stunde, beim PowerPack 400 messen wir etwa 1,5 Stunden und beim Bosch PowerPack 500 messen wir einen Wert von ca. zwei Stunden zum Aufladen. Neue E-Bike-Akkus verlangen, wenn sie komplett entladen werden, je nach Wh und Ah Leistung zwischen 2,5 Stunden und 4,5 Stunden an Ladezeit.

E-Bike-Akku-Reichweite: Welche Distanzen sind möglich und kann ich diese vergrößern?

Auf diese oft gestellte Frage lässt sich nur sehr schwer eine alles erklärende Antwort finden. Zahlreiche Messungen haben ergeben, dass viele unterschiedliche Parameter wie die Unterstützungsstufe, das Fahrverhalten, der Luftwiderstand, das Fahrergewicht, der Reifendruck und natürlich die Bodenbeschaffenheit erheblichen Einfluss auf die Reichweite haben.

Bei der Planung deiner Tour solltest du also darauf achten, ob die Strecke eben oder bergig ist. Dies alles beeinflusst die Reichweite Lithium-Ionen-Akkus. Mit einem Reichweiten-Assistenten, den dir z. B. der Hersteller Bosch zur Verfügung stellt, lässt sich die Reichweite ziemlich genau messen.

Sollte ich meinen E-Bike Akku komplett leer fahren bevor ich ihn auflade?

Du solltest den Akku so oft wie möglich aufladen. Teil-Ladungen wirken sich entgegen immer wieder zu hörenden Verlautbarungen nicht schädlich aus, sondern sind sogar von den Herstellern erwünscht. Das dazugehörige Ladegerät immer für den Ladevorgang einsetzen, da nur dann die korrekte Aufladung gewährleistet ist.

Kann ich mit meinem E-Bike fahren, wenn der Akku leer ist?

Wenn der Akku während der Fahrt leer wird, ist es zwar unschön, aber kein Beinbruch. Stehen bleiben oder schieben musst du nicht. Auch kann der Motor keinen Schaden nehmen. Hier leuchtet keine rote Lampe wie im Auto auf. Der Einzige, der kaputt gehen wird, bist du. Denn von jetzt an gilt: Strampeln, strampeln und nochmals strampeln!

Du kannst bedenkenlos mit allen E-Bikes weiterfahren. Hier spielen das Gewicht des Rades und das Gewicht des Akkus eine Rolle. Denn für beides benötigst du Kraft.

Insgesamt wird die Fahrt anspruchsvoller und viel anstrengender als mit einem normalen Rad. Da das Fahrrad von Haus aus mehr wiegt, wird natürlich auch der Kraftaufwand beim Treten höher.

Deshalb unser Rat: Vor jeder Fahrt die Kapazität prüfen und aufladen: dann bist du immer auf der sicheren Seite. 

Wie viele Ladungen verträgt die Batterie?

Lithium-Ionen-Batterien verfügen selbst nach 500 Ladungen immer noch über eine ausreichend hohe Akku Kapazität. Bei sachgerechter Ladung und Lagerung bedeutet dies, dass der Akku- Zustand Tausende von Kilometern bereithält und du dir keinerlei Sorgen wegen eines vorzeitigen Verschleißes machen musst.

Kann der Fahrrad Akku repariert werden?

Hochwertige Lithium-Ionen-Akkus sind technologisch gesehen hoch komplexe Systeme, deren Reparatur besondere Fachkenntnis und aufwendige Fertigungseinrichtungen bedürfen. Die Reparatur eines defekten Akkus darf nur in autorisierten Fachbetrieben oder beim jeweiligen Hersteller vorgenommen werden. Dies gilt sinngemäß natürlich auch für den Motor deines Pedelecs. Ein Auto lässt du doch sicherlich auch in einer Fachwerkstatt überholen, solltest du selbst nicht über die nötigen Fachkenntnisse verfügen.

Nochmal kurz zusammengefasst:

Verabschiede dich vom Gedanken einen Ersatz-Akku für E-Bike oder Pedelec zu kaufen. Dies  ist teuer und bei guter E-Bike Akku Pflege auch nicht notwendig.

  • Eine neue Batterie benötigt sowohl am Anfang als auch im Betrieb einiges an Pflege, um die maximale Reichweite zu erreichen. Gut fährst du mit folgenden Tipps:
  • Laden und entladen – Ladezyklus: Sofort nach dem Einfahren des Rades die Batterie vollständig laden und anschließend komplett wieder entladen.
  • Batterie kalibrieren: Dies etwa 3- bis 5-mal wiederholen, so “merkt” sich die Batterie den Ladezustand, wann sie vollständig aufgeladen bzw. entladen ist.
  • Nach jeder Fahrt aufladen: Wenn der Akku kalibriert ist, lade ihn nach jeder Fahrt auf, auch wenn er sich von der Akku Kapazität nur teilweise entladen hat.
  • Vermeide dein Fahrrad “leer” fahren: Nach dem Kalibrieren sollte die Batterie nicht mehr vollständig leer gefahren werden. Diese Tiefentladung schadet der Lebensdauer von Akkus und verkürzt die Lebensdauer.
  • Keine direkte Sonneneinstrahlung: Vermeide Stellplätze in der prallen Sonne. So verhinderst Du die Überhitzung des Akkus und schonst die Kapazität.
  • Keine extremen Minustemperaturen: An kalten Wintertagen ist es besser, den Akku mit ins Haus zu nehmen. Auch bei der Überwinterung sollte die Batterie bei gemäßigten Temperaturen gelagert sein. Etwa 10 bis 15 Grad sind ideal. Frost bitte unbedingt vermeiden.
  • Gute Lagerung: Wird das E-Bike-längere Zeit nicht benutzt, sollte der Akku zuvor noch etwa zwei Drittel gefüllt sein, sodass es nicht zu einer Tiefentladung kommt. Zwischendurch immer mal den Ladezustand prüfen!

Mit diesem Artikel will dir Tretwerk einen kleinen Ratgeber zum Thema ” Der Akku – das Kraftzentrum beim E-Bike“ an die Hand geben.

Wir haben den Artikel nach sorgfältiger Recherche erstellt und versucht, einen möglichst umfassenden Einblick über dieses wichtige Thema zu geben.

Der Artikel erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit und bedeutet auch inhaltlich keine Rechtsberatung. Für versehentliche Fehler in der Information übernimmt Tretwerk keine Haftung. Deine Anregungen und Kommentare sind sehr willkommen. Mail oder Anruf genügt. Wir nehmen uns die nötige Zeit für dich! Tretwerk und Fahrrad – da passt!

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