Bremsen Werkstatt

Einstellanleitung für mechanische Scheibenbremsen

Einstellungsanleitung für Ihre mechanischen Scheibenbremsen

 

So stellen Sie die mechanischen Scheibenbremsen Ihres Tretwerk-Bikes perfekt ein:

Die Einstellungsanleitung kann für alle gängigen mechanischen Scheibenbremsen wie z.B. Shimano, Promax, Tektro usw. genutzt werden. Bedenken Sie bitte nur, dass die Schraubenpositionen je nach Modell variieren können. Für diese Einstellungsanleitung wird eine mechanische Scheibenbremse von Promax benutzt. Für weiteren technischen Support stehen wir Ihnen natürlich jederzeit zur Verfügung. Nutzen Sie dafür gerne unser Kontaktformular. Für den Download dieser Anleitung klicken Sie bitte hier.

 

1. Funktionsweise:

2_a

Die mechanische Scheibenbremse besteht aus einem Bremshebel, einem Bremssattel und zwei Bremsbelägen. Der Bremshebel und der Bremssattel sind durch einen Bremsinnenzug (Bowdenzug) miteinander verbunden. Betätigen Sie den Bremshebel, wird die Bewegung über den Bowdenzug an den Hebelarm des Bremssattels weitergeleitet. Die Bremsbeläge werden nun zusammen gedrückt und wirken auf die Bremsscheibe ein. Hinweis! Bedenken Sie bitte, dass die Bremse erst eingefahren werden muss. Erst nach ca. 50-100 Kilometern erreichen Sie die maximale Bremsleistung.

 

2. Einstellung der Bremse:

1_b

Bei der mechanischen Scheibenbremse von Promax gibt es einen feststehenden (in Fahrtrichtung rechts) und einen beweglichen Bremsbelag (in Fahrtrichtung links). Bevor Sie mit der Einstellung beginnen ein kleiner Hinweis!: Der Abstand des feststehenden Bremsbelag zur Bremsscheibe sollte doppelt so groß sein, wie der vom beweglichen Bremsbelags.

Lösen Sie zuerst die Befestigungsschrauben A mit einem 5er Inbusschlüssel, so dass sich der Bremsbelag etwas hin und her bewegen lässt. Lösen Sie als nächstes die Klemmschraube C für den Bowdenzug. Durch lösen der Klemmschraube bewegt sich der Hebelarm komplett nach unten.

Stellen Sie zuerst den feststehenden Bremsbelag ein. Lösen Sie dazu die kleine Sicherheitsschraube D mit einem 2er Inbusschlüssel. Jetzt können Sie die große silberne Einstellschraube E bewegen. Drehen Sie diese mit einem 5er Inbusschlüssel so lange rein, bis der Bremsbelag auf der Bremsscheibe aufliegt. Nun können Sie die Befestigungsschrauben A zuerst vorsichtig handfest und anschließend richtig fest zuziehen.

Entfernen Sie den feststehenden Bremsbelag jetzt mit Hilfe der Einstellschraube E so weit von der Bremsscheibe, bis dieser nicht mehr an ihr schleift. Um die Schraube zu sichern, ziehen Sie die Sicherheitschraube D wieder fest an.

Um den beweglichen Bremsbelag zu justieren, ziehen Sie nun den Hebelarm des Bremsbelags so weit nach oben, bis der bewegliche Bremsbelag kurz vor der Bremsscheibe steht. Wichtig ist auch hierbei, dass der Bremsbelag nicht an der Bremsschreibe schleifen darf. Ziehen Sie nun den Bowdenzug mit Hilfe der Klemmschraube C (welche den Hebelarm auf dieser Höhe fixiert) wieder fest.

Überprüfen Sie jetzt noch einmal die Abstände der Bremsbeläge zur Bremsscheibe. Denken Sie daran, dass der feststehende Bremsbelag ungefähr doppelt so weit von der Bremsscheibe entfernt sein sollte, wie der Bewegliche.

Ihre mechanische Scheibenbremse ist nun perfekt eingestellt sein.

Hinweis! Mit der roten Rändelschraube F können Sie zusätzlich den Abstand des Bremssattels zur Fahrradgabel einstellen. Die Mutter B dient nur zum gegenkontern der Rändelschraube und sollte nicht geöffnet werden.

Ihr Tretwerk.net Team

 

Begriffserklärung:

4_a

Bremsbeläge: Die Bremsbeläge pressen sich beim Bremsen auf die Bremsscheibe. Es gibt zwei Arten von Belägen. Gesinterte Beläge bestehen zum Großteil aus einem metallähnlichen Werkstoff. Sie sind härter und verschleißresistenter als organische Beläge. Sie belasten die Bremsen aber mit einer höheren Wärmeentwicklung und neigen zu Quietsch-Geräuschen. Organische Bremsbeläge hingegen können einen metallischen Anteil enthalten, bestehen aber größtenteils aus einer Mischung von Kunstharzen.

Bremsinnenzug / Bowdenzug: Der Bremsinnenzug bzw. der Bowdenzug sorgt für die Kraftübertragung zwischen Bremshebel und Bremssattel. Auf Grund ihrer physischen Eigenschaften neigen Bodenzüge dazu, sich bei veränderten Temperaturen entweder zu dehnen oder zusammen zu ziehen. Die Züge müssen daher gerade am Anfang öfters nachgezogen werden.

Hebelarm: Der Hebelarm befindet sich am Bremssattel. Er gibt die Kraft vom Bowdenzug auf die Bremsbeläge weiter.

Bremsscheibe: Die Bremsscheibe bietet die Auflagefläche für die Bremsbeläge. Je größer die Scheibe, desto besser die Bremswirkung. Die Löcher bzw. die Rillen in der Scheibe dienen der Belüftung bzw. verringern das Erzeugen von Reibungswärme.

 

Leave a Reply