Wissenswertes

Kennst Du die Regeln für Radfahrer?

fahrradregeln

 

Hier sind die Verkehrsregeln für das Fahrrad!

Ein immerwährender Konflikt auf unseren Straßen berührt Autofahrer und Radfahrer gleichermaßen. Kaum jemand, der sich mit den Regeln auskennt und danach seinen Fahrstil regelkonform ausrichtet.
Aber auch die Straßenverkehrsordnung (StVO) macht es den Rad-und Autofahrern nicht gerade einfach und so kommt es zu vielen Missverständnissen im Umgang miteinander.
Hier wollen wir Dir die wichtigsten Regeln für Fahrräder im Straßenverkehr zeigen.

Die Grundregel

Als allgemeiner Grundsatz – den Du Dir gut merken solltest – gilt die gegenseitige Rücksichtnahme im Straßenverkehr. Fahrrad- und Autofahrer haben sich so zu verhalten, dass von ihnen keine Gefahr für andere ausgeht. Dieser einfache Grundsatz bestimmt eigentlich schon alles Weitere.

Missachtung der Regeln und die Folgen

Radler haben die fatale Neigung, Verkehrsregeln nicht zu beachten. Begehe bitte diesen Fehler niemals. Du könntest ihn teuer bezahlen! Nicht allein Deine Gesundheit steht auf dem Spiel, sondern es kommt bei schuldhafter Nichtbeachtung auch noch die Haftungsfrage hinzu. Dies kann sehr kostspielig werden, denn nicht jeder Radler hat eine entsprechende Haftpflichtversicherung.

Das Regelwerk

Radwegeregeln

Der Radweg ist nicht umsonst gebaut. Fahrräder gehören grundsätzlich auf diesen. Insbesondere gilt dies für Fahrräder aller Art.
Eine Ausnahme von der Regel: Radwege müssen nur dann benutzt werden, wenn es eine Fahrtrichtungskennzeichnung mit Beschilderung gibt. Nicht gekennzeichnete Radwege können, müssen aber nicht benutzt werden.

Rechtsfahrgebot gilt auch für Fahrradfahrer

Als Radfahrer benutzt Du den rechtslaufenden Radweg. Die Gegenrichtung darf nur dann befahren werden, wenn explizit durch ein Symbol oder Zeichen die Freigabe gekennzeichnet ist. Im Allgemeinen gilt das Rechtsfahrgebot.

Geschwindigkeitsbegrenzungen für Radler

Selbstverständlich gibt es auch eine Geschwindigkeitsbegrenzung für Radfahrer.
So darfst Du auf ausgeschilderten Straßen die vorgeschriebene Geschwindigkeit nicht überschreiten. Abgesehen von der Geschwindigkeitsbegrenzung gilt der Grundsatz: Fahre immer mit einer der Situation angepassten Geschwindigkeit!

Überholen nicht nach Belieben

Der Sicherheitsabstand zwischen Autos und Rädern beträgt 1 m bis 1,50 m. Diesen musst Du auf jeden Fall – auch zu Deiner eigenen Sicherheit – einhalten. Überholst Du einen anderen Radfahrer, dann ist es angebracht, wenn Du es durch Klingeln anzeigst.

Vorfahrtsregeln

Es gelten die gleichen Vorfahrtsregeln wie bei den anderen Verkehrsteilnehmern.
Aber Vorsicht! Denke immer daran, Du bist das schwächere Glied in der Kette. Selbst wenn Du einwandfrei vorfahrtberechtigt bist, ist es manchmal sinnvoller, auf sein Recht zu verzichten. Keine Vorfahrt hast Du übrigens auf einem Fußgängerüberweg, es sei denn, Du schiebst Dein Fahrrad.

Beim Abbiegen Zeichen geben

Beim Ändern der Fahrtrichtung musst Du unbedingt ein Handzeichen geben. Kurioserweise gilt diese Vorschrift sogar, wenn Du auf einer Straße der abknickenden Vorfahrtstraße folgst. Befindest Du Dich beim Abbiegen bereits auf einer eigenen gekennzeichneten Linksabbiegespur, ist ein Handzeichen nicht nötig.

Sonstige wichtige Regeln, die Du Dir wirklich merken solltest

  • Licht an, wenn es dunkel wird- seit 2013 gilt: Zulässig ist auch eine batteriebetriebene Lampe, die mindestens eine Leistung von 3 Watt und eine Spannung von 6 Volt aufweist. Damit ist die bisher gültige Dynamo-Pflicht außer Kraft gesetzt. Du kannst die Art Deiner Beleuchtung jetzt wählen.
  • Radfahren und Alkohol sind keine Freunde! – Wahrlich nicht, denn wenn Du betrunken Fahrrad fährst, gefährdest Du nicht nur Dich selbst, sondern auch alle anderen Verkehrsteilnehmer. Bei einem Blutalkoholspiegel ab 1,6 Promille ist auch Dein KFZ-Führerschein in akuter Gefahr, da die Polizei in aller Regel eine medizinisch – psychologische (MPU) Untersuchung anordnen wird. Lass also Deine Finger weg vom Alkohol!
  • Abstellen von Fahrrädern auf dem Gehweg – das Abstellen Deines Rades auf dem Gehweg stellt keine Ordnungswidrigkeit dar. Dies gilt aber nur so lange, wie Du das allgemeine Gebot der gegenseitigen Rücksichtnahme gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern beachtest.
  • Was gilt für E-Biker(innen)? – Die Sonderform des E-Bikes wirft noch nicht abschließend geklärte rechtliche Fragen auf. Beim BGH ist die Klage noch anhängig, ob es sich bei einem E-Bike noch um ein Fahrrad oder schon um ein KFZ handelt. Die allgemeinen rechtlichen Grundsätze für den Betrieb eines Fahrrades gelten jedoch nach bereits vollzogener Rechtsprechung auch für E-Bikes.
  • Verkehrsverstöße: Wie teuer kommen sie zu stehen? – Biker(innen) können ebenso wie alle anderen Verkehrsteilnehmer bei Verkehrsverstößen mit einer Geldbuße belegt werden. Meistens fallen diese Verwarnungsgelder aber nicht so hoch wie bei den motorisierten Fahrern aus, sondern in der Regel werden 15,00 € fällig. Es kann aber in Einzelfällen auch deutlich teurer werden, ein spezieller Bußgeldkatalog listet alle Verstöße explizit auf. Also Augen auf – und regelgerecht radeln!

In diesem Artikel haben wir versucht, Dir eine Übersicht der wichtigsten Regeln im Zusammenhang mit dem Fahrrad an die Hand zu geben. Natürlich können in diesem Artikel nicht alle rechtlich relevanten Aspekte erschöpfend erläutert werden, dazu fehlt uns auch die rechtliche Kompetenz. Solltest Du aber Fragen zu dem einen oder anderen Thema haben, dann sind wir gern bereit, Dir eine erste Auskunft zu geben. Du wirst aber verstehen, dass wir aus rechtlichen Gründen keine verbindliche Rechtsauskunft erteilen dürfen.

Unser Team wünscht Dir und Deinen Freunden(innen) allzeit gute Fahrt!

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