Tipps & Ratgeber

Mit wie viel Promille darf ich noch Fahrrad fahren?

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Promillegrenzen für Fahrradfahrer

Ein weitverbreiteter Irrtum, besteht darin zu glauben, als Radfahrer (in) kannst du kräftig dem Alkohol zusprechen. Konsequenzen brauchst du nicht zu fürchten, selbst dann nicht, wenn du betrunken Schlangenlinien fährst. Du bist ja nur mit dem Fahrrad unterwegs und das Auto steht wohlbehütet auf dem Parkstreifen vor deiner Wohnung oder in der Garage. Dieser immer wieder kolportierte Irrtum hat schon einigen Radfahrern immensen Ärger eingebracht und last but not least einige Monate Fahrverbot und darüber hinaus Bußgelder gekostet.

Tretwerk hat sich dieses Themas angenommen und unsere kundenorientierten Mitarbeiter(innen) möchten dich davor bewahren, nicht den gleichen Fehler zu begehen, der schon so einigen Bikern (innen) den Auto Führerschein gekostet hat. Lass dich nicht vom Halbwissen guter Freunde oder Bekannten in die Irre führen, die Ratschläge mögen gut gemeint sein, sind aber leider nicht konform mit der gültigen Rechtslage des Straßenverkehrs. Lies bitte diesen kleinen Ratgeber, er wird dich auf die sichere Seite der Straßenverkehrsordnung lotsen.

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Die Rechtslage – Promille und Radfahrer ein Widerspruch in sich!

Nach Feierabend und bei schönem Wetter, mit Freunden noch schnell ein Bierchen trinken, dagegen ist nichts einzuwenden, solange der Alkohol nicht unkontrolliert konsumiert wird.

Die Promillegrenze liegt zwar für Radler (innen) mit 1,6 Promille Alkohol höher als die für Autofahrer. Konkret bedeutet dies aber auch: Wird die Promille-Grenze auf dem Rad überschritten und du gerätst, z. B. wegen auffälliger Fahrweise in eine Polizeikontrolle, gibt es richtig Ärger. Nicht nur, dass du in diesem Zustand auf dem Fahrrad von einer relativen Fahruntüchtigkeit betroffen bist – es bedeutet auch gleichzeitig höchste Gefahr für deinen Führerschein, was leider sehr viele Biker und Bikerinnen nicht wissen! Betrunken Fahrrad fahren ist kein Kavaliersdelikt und kann mehr als nur den Führerschein kosten!

Die Polizei wird dich als Fahrradfahrer unweigerlich zur Anzeige bringen und neben einem saftigen Bußgeld und Punkte nach dem Bußgeld Katalog in Flensburg, kannst du fest damit rechnen, dass dein Führerschein für einige Zeit einbehalten wird. Deine Mobilität wird sich dann nur noch in zurückgelegten Gehschritten messen lassen.

Es kann dir auch noch passieren, dass dir das Ordnungsamt verbietet, Fahrrad zu fahren, und zwar solange, bis du die eventuell angeordnete medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) besuchst und den damit einhergehenden Eignungstest bestanden hast. Dies passiert fast immer in Fällen, bei denen eine Volltrunkenheit aufgrund exzessiven Genuss von Alkohol festgestellt oder Drogen im Spiel waren und dadurch eine absolute Fahruntüchtigkeit gegeben war.

Deshalb denke bitte immer beim Fahrradfahren daran, deinen Alkohol Konsum so zu bemessen, dass dir diese Konsequenzen nicht drohen. Es wäre schade um das Geld und die Strafe für betrunken Fahrrad fahren kann im Extremfall sogar existenzbedrohend sein, wenn du auf deinen Auto Führerschein beruflich angewiesen bist.

Natürlich gibt es Stimmen, die ernsthaft behaupten, ein Alkohol Promille Spiegel unterhalb der Grenze 1,6 sei für Fahrradfahrer unkritisch. Diese Behauptung ist schlicht und ergreifend Unsinn und darüber hinaus äußerst gefährlich!

Wer mit weniger als 1,6 Promille im Blut betrunken auf dem Fahrrad oder Pedelec unterwegs ist, riskiert ebenfalls die Fahrerlaubnis, wenn er mit alkoholtypischem Verhalten auffällt. Gemeint ist beispielsweise das Fahren von Schlangenlinien oder Fahren ohne Licht in der Dunkelheit. Dem alkoholisierten Radfahrer drohen bei diesem Verstoß zwei Punkte in Flensburg sowie ein Euro Bußgeld von mehreren hundert Euro Strafe, die sich am Einkommen des Radfahrers orientiert. Ebenfalls kann die Ordnungsbehörde die Fahrerlaubnis für den PKW-Fahrer einziehen.

Auch für Jugendliche und junge Erwachsene gibt es einiges zu beachten. PKW-Fahranfänger stehen bei der Verkehrsbehörde im Straßenverkehr unter besonderer Beobachtung und eine Fahrauffälligkeit durch übermäßigen Alkohol Konsum auf dem Fahrrad wird mit Sicherheit eine Verlängerung der Probezeit zur Folge haben. Und selbst wenn der oder die Jugendliche noch gar keinen Kraftfahrzeug-Führerschein besitzt, kann die in Aussicht stehende Fahrerlaubnis negativ betroffen sein: Für Jugendliche ab 16 Jahren, die in betrunkenem Zustand auf dem Fahrrad von der Polizei erwischt werden, kann unter Umständen der Nachweis einer medizinisch-psychologischen Untersuchung (MPU) beim Erwerb des PKW-Führerscheins als Vorbedingung erforderlich sein.

Alkohol  – nicht nur beim PKW, sondern auch beim Fahrrad, kann leicht zu einer unkalkulierbaren Straftat werden!

Alkohol im Straßenverkehr ist grundsätzlich kein Kavaliersdelikt, sondern kann eine Straftat sein, deren Folgen du nicht kalkulieren kannst und mit denen du möglicherweise für dein ganzes Leben bestraft sein wirst. Es geht nicht allein um die Punkte in Flensburg oder um ein angeordnetes Fahrverbot, nein, du musst ernsthaft damit rechnen, das deine Promille Fahrt einen Unfall mit möglicherweise unübersehbaren Folgen provoziert. In solch einem durch Alkohol im Blut verursachten Unfall geht es dann um mehr als Fahrerlaubnis und Punkte – hier kann deine wirtschaftliche Existenz mit einem Schlag ruiniert sein – von den Schadenersatzforderungen deines Unfall Kontrahenten ganz zu schweigen!

Also gib als Radler (in) immer darauf Obacht, dass du nicht in diese prekäre Lage durch übermäßigen Genuss von Alkohol gerätst, sondern lass dein Fahrrad stehen, wenn es einmal ein Bierchen zu viel sein sollte. Wir wollen keinem sein Feierabend Bier verleiden, das soll immer erlaubt sein – aber wir von Tretwerk wollen verhindern, dass du die “rote Ampel” übersiehst und dich und andere Verkehrsteilnehmer gefährdest.

Der rechtliche Rahmen

Ein Strafverfahren ab 1,6 Promille beim Fahrradfahren droht in jedem Fall!

Wer im Verkehr ein Fahrzeug führt, obwohl er wegen Alkohol oder Drogen dazu nicht sicher in der Lage ist, kann nach § 316 Strafgesetzbuch (StGB) mit Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr bestraft werden. Bei Gefährdung anderer Personen oder teurer Sachen sind gem. § 315c StGB sogar bis zu fünf Jahre möglich. Soweit zu der möglichen Strafe!

Ein Fahrrad zählt per Definition eindeutig als ein Fahrzeug. Damit gelten die vom Gesetzgeber verabschiedeten Regeln ausdrücklich nicht nur für Kraftfahrzeuge mit Motor, wie Autos und Motorräder, sondern eben auch für Fahrräder, egal ob E-Bikes oder normale Räder und damit ganz allgemein fürs Radfahren.

Ausdrücklich muss davor gewarnt werden, die Promillegrenze auszutesten. Ein Radfahrer, der betrunken Rad fährt, kann leider seinen alkoholisierten Zustand nicht mehr klar erkennen und damit auch seine absolute Fahrtüchtigkeit nicht mehr korrekt einschätzen. Dieser Radler gefährdet sich und andere Verkehrsteilnehmer in erheblicher und unverantwortlicher Weise.

Dieser angedrohte Strafrahmen des Gesetzgebers lässt nur den Schluss zu: Hände weg vom übermäßigen Alkohol Genuss!

Disclaimer:

Mit diesem ArtikelMit wie viel Promille darf ich noch Fahrrad fahren?“ wollen wir einen unseren Kunden einen kleinen Ratgeber an die Hand geben.

Unser Ziel ist es, dich bei diesem so wichtigen Thema zu sensibilisieren und auf die Gefahren des übermäßig konsumieren von Alkohol beim Radfahren aufmerksam zu machen.

Des Weiteren lag uns sehr daran, den immer wieder kursierenden falschen und gefährlichen Behauptungen, das Promille Alkohol beim Fahrrad fahren grundsätzlich erlaubt sei und keine Konsequenzen nach sich ziehe, ein für alle Mal entgegentreten.

Unser Team hat diesen Ratgeber sorgfältig recherchiert und versucht einen möglichst umfassenden Überblick zu geben.

Der Beitrag erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit und bedeutet auch inhaltlich keinerlei Rechtsberatung. Für versehentliche Fehler in der Berichterstattung übernimmt Tretwerk keine Haftung.

Gerne kannst du dich bei Fragen oder Anregungen an uns wenden, Mail oder Anruf genügt. Wir freuen uns auf deinen Input!

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