Tipps & Ratgeber

Radler-Regeln, die kaum jemand kennt

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Kennst Du die Regeln für Biker? Wenn ja, dann brauchst du nicht weiterlesen, wenn nein, dann will Tretwerk gerne die mögliche Wissenslücke schließen und dir einige hilfreiche Tipps an die Hand geben.

Ein immerwährender Konflikt auf unseren Straßen berührt Autofahrer und Radfahrer gleichermaßen. Nur wenige auf beiden Seiten kennen sich mit den Regeln aus und so kommt es tagein tagaus zu Irritationen – oft mit gravierenden Folgen.
Ein Blick in die Straßenverkehrsordnung (StVO) würde natürlich für Klarheit schaffen, aber wer führt dieses Regelwerk schon ständig mit sich?

Tretwerk hat sorgfältig recherchiert und sagt dir, worauf es im Straßenverkehr ankommt und welche Vorschriften es zu beachten gilt, damit du in keine Schwierigkeiten gerätst.

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Ist die Benutzung des Radfahrweges Pflicht?

Die Kassen der Kommunen sind klamm und so ist es kein Wunder, dass in vielen Fällen der Zustand der Radwege in Deutschland katastrophal ist. Schlaglöcher, die der letzte Winter hinterlassen hat, Zeitgenossen, die ihre fahrbaren Untersätze grundsätzlich auf den vorhandenen Radwegen parken, weil diese für Kfz so einfach zugänglich sind, alles dies schaukelt sich zu einem Frusterlebnis auf.

Abhilfe schafft nur das Ausweichen auf die Straße und dies ruft wieder den Unwillen der Autofahrer auf den Plan, weil Radler nun mal langsamer unterwegs sind als die Damen und Herren hinter dem Volant ihres PKWs.

Die oft vertretene Meinung – gerade bei den Autofahrern sehr verbreitet, dass, wenn ein Radfahrweg vorhanden ist, dieser auch von den Fahrradfahrern benutzt werden muss, ist so nicht richtig. Nur bei einer extra Kennzeichnung durch Verkehrszeichen müssen Radfahrwege explizit genutzt werden.

Aber keine Regel ohne Ausnahme: Bei Eis- und Schneeglätte dürfen Biker(innen) immer auf der Straße fahren – oder wenn Hindernisse den Radweg versperren – wie z. B. wuchernde Sträucher, abgestellte Mülltonnen oder parkende Autos.

Dürfen Radfahrer nebeneinander fahren?

Wer kennt das nicht? Du bist mit Freunden(innen) oder Partner(in) in bester Laune bei einer erholsamen Radtour unterwegs und natürlich soll auch die Unterhaltung nicht zu kurz kommen. Dies wird aber nur durch paralleles Biken möglich. Aber ist das Nebeneinanderfahren eigentlich erlaubt?
Die Antwort lautet: ja und nein!
Auf den ersten Blick müssen Radler grundsätzlich hintereinander fahren. Es gibt jedoch Ausnahmen: Auf ausgewiesenen Fahrradstraßen ist das Nebeneinanderfahren erlaubt genauso, wenn ein Fahrradverband mit mindestens 16 Bikern unterwegs ist. Du solltest aber immer darauf achten, dass der fließende Verkehr durch das parallele Fahren nicht gestört oder beeinträchtigt wird, sonst droht ein Bußgeld – von deiner eigenen Gefährdung mal ganz abgesehen.

Gegen die Einbahnstraße fahren ist nicht erlaubt

Wer hat das noch nie gemacht? Schnell einmal in die falsche Richtung der Einbahnstraße einbiegen, weil es eben pressiert. Aber mach das bitte nicht weiterhin!
Grundsätzlich müssen auch Radfahrer(innen) sich in einer Einbahnstraße an die vorgeschriebene Fahrtrichtung halten. Gegen den Verkehr darf nur dann geradelt werden, wenn ein extra Schild unter dem roten Verbotsschild für Autos eine Ausnahme für Fahrräder gesondert anzeigt. Bitte halte dich unbedingt an diese Vorschrift – damit hilfst du dich und andere Verkehrsteilnehmer nicht zu gefährden.

Abbiegen – muss ich das die ganze Zeit mit einem ausgestreckten Arm anzeigen?

Die mobile Generation hat ein Problem: Sie wird zunehmend fauler bei der Richtungsanzeige. Dies gilt leider gleichermaßen bei Autofahren, die den Blinker nicht mehr setzen und auch bei den Bikern(innen), denen der Arm zu schwer ist, um korrekt den Richtungswechsel zu signalisieren.

Dabei muss der Arm nicht einmal die ganze Zeit ausgestreckt werden, um die Richtungsänderung anzuzeigen. Eine eindeutige Geste, dass du abbiegen möchtest, reicht vollkommen aus, um dann korrekt auf die Abbiegespur zu wechseln.

Aber beachte unbedingt Folgendes: Vergewissere dich vor dem Abbiegen noch einmal, dass dein Handzeichen von den Autofahrern auch wahrgenommen wurde – ein kleiner Blick über die Schulter kann dein Leben retten!

Keine Nutzung des Smartphones auf dem Fahrrad

Auch wenn es noch so verlockend ist – lass die Hände beim Fahren vom Smartphone! So wie es den Autofahrern bei Bußgeldandrohung verboten ist, während der Fahrt zu telefonieren, so ist dies auch den Bikern(innen) nicht erlaubt. Wirst du von der Polizei beim Bedienen deines Handys während der Fahrt erwischt, dann bist du mit einem Strafgeld von 55 Euro dabei. Mal abgesehen vom möglichen Unfallrisiko durch Unaufmerksamkeit im Straßenverkehr, könntest du die 55 Euro bestimmt sinnvoller ausgeben.

Dürfen Biker(innen) auf dem Gehweg fahren?

Der Name Gehweg sagt es schon – er ist ein Weg für die Fußgänger zum Gehen! Auch wenn der fließende Verkehr auf der Straße turbulent ist, darf nicht auf den Gehweg ausgewichen werden.

Auch hier: Keine Regel ohne Ausnahme – Begleitpersonen mit radelnden Kindern bis zu acht Jahren dürfen auf dem Gehweg neben dem Kind herfahren. Diese Regel hat der Gesetzgeber erst seit zwei Jahren in die Straßenverkehrsordnung geschrieben und leider wissen viele Eltern davon noch nichts. Sei bitte ein Multiplikator und erzähle Freunden, Bekannten und Eltern davon – vielleicht kann so ein leidvoller Unfall mit Kindern verhindert werden!

Autos auf dem Radweg – abschleppen lassen, geht das?

Immer wieder ein beinahe nicht in Griff zu bekommendes Ärgernis: Parkende Autos auf Radwegen führen zu gefährlichen Ausweichmanövern auf die Straße oder auf den Gehweg. Autofahrer fühlen sich bei dieser Verkehrsübertretung sicher, werden sie doch kaum bestraft. Aber muss das so mir nichts dir nichts hingenommen werden? Muss es nicht!

Radfahrer können durchaus Autos abschleppen lassen. Und zwar immer dann, wenn das Auto den Radweg so einengt, blockiert und die Fahrradfahrer(innen) im erheblichen Maße durch Ausweichen auf die Straße gefährdet werden. In diesem Fall gibt es eine einfache Lösung: Nimm dein Handy, ruf die Polizei und diese wird das Abschleppen des uneinsichtigen Zeitgenossen dann sicherlich veranlassen.

Bitte streite nicht persönlich mit den Leuten, dabei kommt nicht viel heraus, außer das du deine Nerven unnötig strapazierst. Die Polizei ist hier in der Tat dein Freund und Helfer!

Disclaimer:

Mit diesem kleinen Artikel wollten wir einen kleinen Ratgeber rund um das Thema „Radler-Regeln, die kaum jemand kennt“ publizieren. Tretwerk möchte mit diesem Artikel dazu beitragen, dass bei einer immer mehr zunehmenden Mobilität, du als Biker(in) nicht auf der Strecke bleibst und deine Rechte und Pflichten korrekt wahrnimmst. Gerade die aktive Teilnahme am Verkehrsgeschehen zwingt alle, Gesetze und Regeln zu beachten, ohne die ein auskömmliches Miteinander nicht möglich wäre. Dieser Artikel stellt keine Rechtsberatung dar und erhebt auch nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Gerne nehmen wir deine Anregungen oder Kritik entgegen. Anruf oder Mail genügen.

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