Tipps & Ratgeber

Was tun bei einer Fahrradpanne?

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Was tun bei Plattfuß oder Schlimmeres?

Es passiert immer mal ein Malheur – kein Mensch ist gefeit gegen einen „Platten“ oder schlimmer noch gegen Unfall mit dem Rad – egal ob E-Bike oder Fahrrad ohne E-Motor

Wir kennen es alle: Unverhofft kommt oft, und auch dein Fahrrad kann es einmal treffen.

Sollte dies der Fall sein, dann bitte nicht aufregen – einen kühlen Kopf bewahren und an eine mögliche Mobile Pannenhilfe denken.

Was es schon seit ewigen Zeiten als Pannenhilfe beim Auto gibt kannst du auch für dein Fahrrad in der mobilen Zeit in Anspruch nehmen. Zahlreiche Fahrrad-Clubs wie z. B. der ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club) oder der VCD (Verkehrsclub Deutschland) haben Angebote für die ganze Familie im Programm.

Bei Problemen mit dem Rad sind dies gute Gründe, in einem renommierten Fahrrad Clubs Mitglied zu werden und deren Leistung als Pannenhilfe in Anspruch zu nehmen. Gute Tipps geben sie alle – ein Vergleich lohnt immer.

Wenn du unbedingt auf Nummer sicher gehen willst und im Urlaub oder bei längeren Touren keine unliebsamen Überraschungen erleben möchtest, fragst du die freundlichen Pannenhelfer nach einem passenden Fahrradschutzbrief der dir im Notfall unterwegs volle Mobilität und Pannenhilfe sichert.

Selbstverständlich kannst du die Pannenhelfer auch als App auf dein Telefon downloaden, dann hast du zu jeder Zeit alles passend dabei.

Was so alles im Leben mit einem Bike passieren kann hat Tretwerk für dich aufgelistet und versucht, dir eine praktikable Lösung an die Hand zu geben. Unser Team ist dabei tief in die Recherche eingedrungen und herausgekommen ist ein kleiner Pannen Leitfaden, der dir unterwegs bei helfen soll. Sicherlich kann das eine oder andere Thema je nach Region etwas variieren, aber im Grundsatz sind die aufgelisteten Themen fast überall anwendbar.

Das Fahrrad streikt – zwar selten, aber es passiert halt mal…!

Leider gibt es immer wieder unangenehme Zeitgenossen, die Bierflaschen und sonstiges Glas am Boden zerdeppern und sich um die Folgen nicht im Geringsten scheren. Die Folgen dieses schlechten Betragens hast du zu tragen.

Schnell hast du dir wegen der Scherben am Boden einen „Platten“ eingehandelt und dein Fahrrad lässt sich nicht mehr fahren. Auch überstehende Bordsteinkanten können schnell zu einer Falle werden. Wenn du mit dem Bike versehentlich auffährst, dann ist im schlimmsten Fall die Felge verbogen oder dein Reifen hat einen irreparablen Riss.

Gerade bei immer größer werdender Anzahl von Pedelecs auf Straßen und Wegen kommt der Elektronik und dem E-Bike Motor eine besondere Bedeutung zu. Wo Hightech im Spiel ist, da kann es schon einmal vorkommen, dass der Motor streikt, die sensible Elektronik

Probleme macht oder der Akku nicht mehr reagiert. Ein guter Pannenhelfer weiß hier Rat und wird dir kompetent aus der Patsche helfen.

Die Pannenhilfe rufen

Eine Mitgliedschaft bei einem der Fahrrad Clubs hat den großen Vorteil, dass du bei Pannen mit dem Fahrrad abgesichert bist. Im Pannenfall funktioniert das wie mit dem Auto:

Zum Smartphone greifen und den Fahrrad Club anrufen, der über eine Notfallnummer gut zu erreichen sein sollte. Ist eine Vertragswerkstatt in nächster Nähe so wirst du ohne große Umstände dort hin vermittelt und dein Fahrrad ist bei einfach durchführbaren Reparaturen in kurzer Zeit wieder einsatzbereit.

Sollte der Schaden größer sein und Ersatzteile beschafft werden müssen, dann bieten einige Werkstätten auch Leihräder an, sodass du deine Tour mit Freunden oder allein unbeschwert fortsetzen kannst. Dein Rad wird dann einige Tage in der Werkstatt bleiben müssen. Das Leihrad gibst du dann nach Ende der Tour beim dortigen Vertragshändler wieder ab. Lediglich um dein havariertes Fahrrad musst du dich kümmern, denn ein automatischer Hol- und Bring Service wird es in den seltensten Fällen geben.

Bordwerkzeug – das solltest du immer dabei haben

Räder, ob E-Bike oder normales Rad, sind heutzutage sehr zuverlässig. Aber auch dem Zuverlässigsten unter den Zuverlässigen kann einmal eine Panne passieren. Deshalb solltest du immer geeignetes Bordwerkzeug dabei haben. Dies schon deshalb, um kleinere Pannen wie einen Plattfuß in Eigenregie beheben zu können.

Zur Behebung einer kleineren Panne reicht normalerweise ein einfaches Werkzeug Set, dass du in jedem Fachhandel günstig kaufen kannst, vollkommen aus. Reparieren musst du einen „Platten“ auf jeden Fall, denn mit einem platten Reifen weiter zu fahren, ist nicht nur anstrengend, sondern kann auch das Laufrad beschädigen.

Ein Ventil gehört natürlich in die kleine Werkzeug-Box – eine neue Kette dabeizuhaben wäre auch nicht das Schlechteste.

Das betreffende Rad muss zunächst ausgebaut werden. Dazu löst man die Achsschrauben und entnimmt das Rad, eventuell muss dazu noch der Bremszug ausgehängt werden. Im Falle eines Nabendynamos nicht vergessen, die Verkabelung sauber zu trennen. Der Reifen wird nun zu einer Seite von der Felge gezogen und auf der Innenseite nach Fremdkörpern abgesucht. Das Loch im Schlauch wird mit Hilfe eines angefeuchteten Fingers rasch gefunden und mit einem Flickzeug gemäß der beiliegenden Anleitung repariert. Und schon kann es weitergehen – ist doch wirklich easy!

Fahrradunfall – was ist zu tun?

Glücklicherweise gehen die meisten Karambolagen mit leichten körperlichen Blessuren oder kleineren Schäden am Rad aus.

Du solltest aber dennoch wissen, was zu tun ist, wenn es doch einmal zu einem Unfall mit dem Rad kommen sollte:

Gibt es bei dem Zusammenstoß einen Personenschaden, dann ist die erste Pflicht, die Polizei einzuschalten, damit der Fall korrekt aufgenommen werden kann. Hilfreich ist im Vorfeld, sich schon mal den Ausweis des Kontrahenten zeigen zu lassen, und selbst die Personalien festzustellen.

Von Autofahrern sollte man sich Führerschein und Fahrzeugpapiere zeigen lassen, das Kfz-Kennzeichen sowie Namen und Anschrift notieren und von Zeugen – falls vorhanden – die Telefonnummer. Bei Zusammenstößen mit anderen Radfahrern oder Fußgängern, ist auf Vorlage des Personalausweises oder anderer Dokumente zu bestehen.

Derartiges Missgeschick ist natürlich äußerst unangenehm und geht immer mit Bürokratismus und Papierkram einher. Bei Vorfällen mit Kfz-Beteiligten, gilt es eine Nachricht an Versicherungen zu geben und notfalls einen Anwalt zu beauftragen. Letzteres ist bei

Personenschäden extrem wichtig, damit der (die) Geschädigte(n) auch wirklich auf der rechtlich sicheren Seite sind.

Zeitgenossen, die es aus welchen Gründen auch immer, ablehnen, Dir ihre Haftpflichtversicherung zu nennen, lassen sich über den Zentralruf www.zentralruf.de schnell ermitteln. Wenn die Polizei vor Ort den Vorgang aufnimmt, dann muss der Unfallgegner schon von Amts wegen, mit Angabe seiner Versicherung herausrücken.

Wegeunfälle, die aufgrund Einfluss Dritter passieren, müssen immer der zuständigen Unfallversicherung, die für die Schule, Hochschule oder Arbeitgeber zuständig ist, in schriftlicher Form gemeldet werden. Nur nach Meldung bist du versichert, dass alles richtig läuft.

Wann solltest du unbedingt einen Anwalt einschalten?

Stürze mit Knochenbrüchen oder Prellungen tun echt weh. Um Schmerzensgeldansprüche beim Kontrahenten durchzusetzen, ist die Einschaltung eines Rechtsbeistandes unabdingbar.

Fachanwälte für Verkehrsrecht werden bei Bedarf auch weitere Forderungen wie Verdienstausfall, Besuche von Angehörigen im Krankenhaus und andere notwendige Auslagen professionell beim Gegner einfordern.

ADFC-Mitglieder erhalten eine kostenlose individuelle Beratung durch die ADFC-Bundesgeschäftsstelle oder örtliche ADFC-Vertrauensanwälte, unter anderem in Berlin,

Dresden und Leipzig. Diesen Service bieten aber auch andere Fahrrad Clubs ihren Mitgliedern ganzjährig an. Viele Leistungen sind identisch – jedoch ist ein kritischer Vergleich bei den Pannenhelfern nie verkehrt. So wie bei allen anderen Dingen im Leben auch.

Noch mal im Schnelldurchgang – was zu merken ist:

  • Unfallstelle sichern und Verletzten helfen
  • Bei Verletzungen und Streit über Unfallursache unbedingt die Polizei hinzuziehen
  • Personalien austauschen: ggf. Führerschein, Fahrzeugpapiere, Kfz-Kennzeichen sowie Name und Anschrift vom Personalausweis notieren, auch bei Radfahrern und Fußgängern; Handy Telefonnummern aufschreiben
  • Telefonnummern von Zeugen aufnehmen – falls vorhanden
  • Unter Umständen die eigene Haftpflicht- oder bei einem Wegeunfall die gesetzliche Unfallversicherung informieren
  • wenn erforderlich den Unfallhergang gegenüber Amtspersonen und Versicherungen korrekt und sachlich darstellen
  • mit der Handy Kamera Beschädigungen am Pedelec oder Rad dokumentieren

Disclaimer:

Mit diesem Artikel wollten wir dir einen kleinen Leitfaden rund um das Thema Was tun bei einer Fahrradpanne oder Fahrradunfall? an die Hand geben. Dieser Artikel stellt keine Rechtsberatung dar und erhebt auch nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Gerne nehmen wir deine Anregungen oder Kritik entgegen. Tretwerk ist für dich da!

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