Tipps & Ratgeber

Wie mit dem Hund Fahrrad fahren – was gibt es zu beachten?

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Der Hund ist Mitglied der Familie und sollte auch als ein solches behandelt werden.

Aber kommt er auch überall mit hin? Leider in vielen Fällen ist die Antwort ein Nein – und sein treuer Blick verfolgt dich noch lange und macht irgendwie ein schlechtes Gewissen. Das muss nicht sein.

Es ist doch sehr schade, wenn Du auf Radtour gehst, und der Vierbeiner muss zuhause bleiben, weil ein geeignetes Transportmittel fehlt oder allgemeine Unsicherheit über die Mitnahme des Haustieres besteht.

Tretwerk hat die wichtigsten Punkte, die bei Mitnahme deines Lieblings beachtet werden sollten, in diesem kleinen Blog zusammengefasst. Natürlich wird der eine oder andere Hundebesitzer eine ganz bestimmte Routine für die sichere Mitnahme bei kurzen oder längeren Fahrradtouren sich bereits erarbeitet haben, aber vielleicht kann auch hier und da noch ein guter Tipp und ein paar Tricks rübergebracht werden.

Vor der Fahrt gilt es einige Vorbereitungen zu treffen – zwei, die sich aneinander gewöhnen müssen!

Unterwegs mit dem Hund fahren – egal welches Fahrrad, ob mit City- Trekking- Mountain- oder E-Bike, will gelernt sein. Es gilt der Grundsatz: Langsam beginnen! Der Hund sollte mindestens ein Alter von 15 oder noch besser 18 Monaten erreicht haben. Nur dann ist er körperlich und kognitiv bereit, schnell zu lernen und auf eine Radtour mitgenommen zu werden. Unterhalb dieser Altersgrenze sollte der Vierbeiner nicht beim Fahrradfahren mitgenommen werden. Eine beliebte Übung am Anfang ist, den Vierbeiner an einer Leine neben dem Rad laufen zu lassen. Du könntest ein Trainingsprogramm in etwa so aufbauen:

An einer längeren Leine –3 bis 3,5 Meter sollten genügen – lässt Du den Hund erst einmal in der gewohnten „Bei Fuß“ Ordnung laufen. Hat er gelernt, sich nicht zu verheddern und bei durchhängender Leine locker zu laufen, ist der erste Lernerfolg gegeben.

Die Übung lässt sich perfekt ausbauen, indem du öfters die Richtung wechselst und der Hund nicht mehr vorne zieht, sondern mit durchschleifender Leine gerade neben dir herläuft.

Natürlich braucht das seine Zeit, auf Anhieb wird es nicht funktionieren. Hier ist Üben, üben und nochmals üben angesagt. Ganz wichtig: Nicht vergessen, den Hund zu loben und mit Leckerlis belohnen, wenn er beginnt, die Übung zu begreifen.

So gewöhnt sich dein Hund im nächsten Schritt daran, immer genau das Gleiche zu tun, wenn du mit dem Fahrrad fährst. Die ersten Male solltest du nur langsam fahren und immer den Hund im Auge haben. Peu à peu kannst du dann das Tempo steigern, wenn der Vierbeiner gerade an der Leine neben dem Bike herlaufen kann. Dein Freund gewöhnt sich schnell an deine Anweisungen. Ruckartige Bewegungen bitte auf dem Fahrrad vermeiden.

Achte bitte darauf, dass dein Hund den Abgasen nicht voll ausgesetzt ist.

Er muss viel leisten und kann aufgrund seines Fells nicht schwitzen und nimmt so alle Schadstoffe in den Körper auf. Sicher nimmst du die gebotene Rücksicht, damit es nicht zu Überanstrengung und im schlimmsten Fall zu einem Kreislaufzusammenbruch bei dem Vierbeiner kommt.

Jeder Hundehalter sollte auch darauf vorbereitet sein, dass plötzlich eine Katze den Weg quert. Schon aus diesem Grund, die Hundeleine immer fest im Griff haben, damit der Ausflug nicht unverhofft endet.

Die richtige Strecke für deinen Hund aussuchen!

Du hast es beim Radfahren gelernt, dich nicht zu überfordern, und das gleiche gilt natürlich auch für deinen Hund. Lange Strecken Radfahren in der prallen Sonne ist ein NO GO, schattige Wege sind bei längeren Touren angenehm. Auch schnelles laufen an einer lockeren Leine auf reinen Asphaltstraßen ist suboptimal; dies tut den Gelenken deines Begleiters alles andere als gut.

Denke bitte beim Fahrradfahren auch daran, dass du dir verkehrsberuhigte Strecken aussuchst. Dein Hund sollte nicht unnötigem Stress ausgesetzt sein – er wird es dir danken!

Hunde, die gerne laufen – von Rasse zu Rasse ist das unterschiedlich – sollten Gelegenheit bekommen, sich nach der Radtour noch auf einer Spielwiese, vorzugsweise mit anderen Hunden zu vergnügen und sich wieder ganz an die eigene Welt der Hunde gewöhnen zu können. Gesunde Hunde lieben spielen leidenschaftlich!

Nach der Fahrradtour – Dein treuer Freund verdient volle Aufmerksamkeit!

Frühling und Herbst ist leider auch Zeckenzeit! Nach Rückkehr von einer Fahrradtour ist Fellpflege das Gebot der Stunde. Hat dein Hund sich eine Zecke eingefangen, musst du diese fachgerecht entfernen. Zecken gibt es nicht nur im Wald ein, sondern auch an Wiesen sind diese widerlichen Plagegeister anzutreffen. Achte bitte auch darauf, jede Pfote deines Hundes untersuchen, er könnte sich kleine Steinchen eingetreten haben. Werden diese nicht entfernt können sie im schlimmsten Fall zu schmerzhaften Entzündungen führen.

Die richtigen Sicherheitsvorkehrungen treffen – damit dir und deinem Begleiter nichts passiert!

Eine Frage, die immer wieder gestellt wird, lautet: Darf ein Hund am Fahrrad nebenherlaufen?

Ja, er darf, denn der § 28 StVO (Straßenverkehrs-Ordnung) verbietet lediglich das Mitführen eines Tieres aus einem Fahrzeug heraus. Fahrräder jedoch sind von dieser Regelung ausgenommen.

Dein Freund darf grundsätzlich an der Leine mitgeführt werden. Die Regeln des Tierschutzes müssen jedoch eingehalten werden, aber dies ist wohl eine Selbstverständlichkeit.

Passanten und andere Verkehrsteilnehmer dürfen keinesfalls durch das Mitführen des Hundes gefährdet werden! Der Hund ist durch ein ordentlich befestigtes Brustgeschirr, an dem die Leine befestigt ist, so zu führen, dass keinerlei Gefahr für andere entsteht.

Wird eine Fahrradtour bei Dunkelheit geplant oder ist es absehbar, dass die Tour bei schlechten Lichtverhältnissen endet, dann darf eine reflektierende Weste für Mensch und Hund nicht fehlen. So ausgerüstet kannst du entspannt mit deinem treuen Begleiter aufbrechen.

Natürlich darf auch ein Erste-Hilfe-Set beim Fahrradfahren nicht in der Ausrüstung fehlen. Es kommt leider immer einmal vor, dass rücksichtslose Autofahrer zu nach an deinem Hund heranfahren und ihn verletzen können. Deshalb der Rat: Stark befahrene Straßen meiden und die Hundeleine immer gut im Griff haben. Gewöhnen tun sich alle schnell an die Gegebenheiten, egal ob junge oder alte Hunde.

Selbstverständlich entspricht Dein Fahrrad den Vorschriften der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO). Sollten Dinge an deinem Fahrrad nicht in Ordnung sein, so kann Tretwerk schnell und kompetent helfen, damit der nächsten längeren Tour mit deinem guten Freund nichts im Wege steht.

Transportverordnung als Teil der Tierschutzordnung VDSV

Bei Mitnahme des tierischen Begleiters in einer Transportbox, die in einem separaten Fahrradanhänger untergebracht ist, gilt nach der Tierschutzordnung folgende Vorgabe:

Bei einer Schulterhöhe des Tieres von ca. 60 cm, muss die Box ca. 65 cm hoch und ca. 60 cm breit sein und sollte eine Länge von ca. 900 – 1.000 cm aufweisen. Das Tier muss stehen können, seitlich und der Länge nach liegen können, sodass er mit der Schnauze und dem Hinterteil nicht anstößt. Bei kleinen Hunden kann die Box natürlich angepasst kleiner ausfallen. Wichtig: Die Box muss belüftet sein, damit kein Sauerstoffmangel entstehen kann!

Tretwerk hat in seinem Online Shop Fahrradanhänger, Korb oder sonstige Zubehörteilen zu günstigen Preisen ganzjährig vorrätig.

Tretwerk – und das Beratungsteam, immer eine gute Wahl!

Tretwerk und das gesamte Team stehen dir bei allen Fragen – Radfahren mit dem Hund und was Hundebesitzer wissen müssen – gerne zur Verfügung. Selbstverständlich beraten wir dich darüber hinaus fachgerecht, wenn es darum geht, ein Fahrrad zu kaufen oder du Zubehörteile für dein Fahrrad wie z. B. Gepäckträger, Lenker, Fahrrad-Anhänger, Reifen, Halsband, Leine, etc. Anruf oder Mail genügt – Tretwerk ist für dich da! 

Disclaimer:

Mit diesem Artikel wollen wir einen kleinen Leitfaden rund um das Thema Wie mit dem Hund Fahrradfahren?“ an die Hand geben. Diesen Ratgeber haben wir nach sorgfältiger Recherche erstellt und versucht einen möglichst umfassenden Einblick über das Thema zu geben. Der Beitrag erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit und bedeutet auch inhaltlich keinerlei Rechtsberatung. Für versehentliche Fehler in der Berichterstattung übernimmt Tretwerk keine Haftung. Gerne nehmen wir deine Anregungen rund ums Fahrrad oder speziell zu diesem Thema entgegen.

 

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