Tipps & Ratgeber

Wo darf ich mein Fahrrad parken?

fahrrad-parken

Wo darf ich mein Fahrrad parken? Die StVO sagt es, TRETWERK bringt es auf den Punkt!

Mehr Platz, mehr Rechte für Radler, strengere Regeln für Autos: Rad fahren soll sicherer werden. Dafür will der Bundesverkehrsminister die Straßenverkehrsordnung ändern und Radfahrern mehr Sicherheit geben.

Für Fahrräder gibt es keine Parkverbote – jedoch ist Fahren mit Augenmaß Pflicht.

Wir haben das doch schon immer gewusst: Das Fahrradparken auf Gehwegen und Plätzen ist grundsätzlich erlaubt. Keine Kommune oder Stadt kann Fahrräder so mir nichts dir nichts entfernen.

Grundsätzlich gilt, als Radfahrer musst du dich selbstverständlich auch als Radfahrer an bestimmte Regeln halten. Wie alle gesetzgeberischen Maßnahmen soll auch das Verkehrsrecht eine verkehrserziehende Wirkung entfalten und alle Teilnehmer am Straßenverkehr dazu bringen, sich angemessen und rücksichtsvoll zu bewegen. Dürfte doch uns Fahrradenthusiasten klar sein – wir gehen doch immer mit einem guten Beispiel voran – oder?

Wenn Fahrräder ein Ärgernis werden – auch Autofahrer und Fußgänger haben Rechte.

Das Fahrradparken gehört nach der Rechtsprechung zum sogenannten Gemeingebrauch an öffentlichen Straßen. Auch das Abstellen von Fahrrädern auf Gehwegen ist erlaubt, wenn Fußgängern oder Rollstuhlfahrern der Weg nicht versperrt wird. Spezielle Parkverbote für Fahrräder sieht die Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) nicht vor und unterscheidet sich damit fundamental vom Auto.

Völlig klar ist jedoch, dass Fußgänger auf den Gehwegen nicht vom Fahrradparken gefährdet werden dürfen und das Rad auch die Fahrbahn nicht behindern darf. Der Straßenverkehr muss ungehindert fließen können und niemand darf beim Fahren seines Kraftfahrzeuges durch den Radverkehr behindert werden.

Das gilt jedoch nur für betriebsbereite Räder oder Mieträder, die nur vorübergehend abgestellt werden. Es ist in der Rechtsprechung Konsens, dass das Stehenlassen von Schrotträdern oder von Rädern mit so großen Werbetafeln, die sich nicht mehr als Verkehrsmittel fahren lassen, nicht mehr zum Gemeingebrauch zählen und auf den Gehwegen nichts zu suchen haben. Diese dürfen also ersatzlos von der Straßenverkehrsbehörde entfernt werden. Lassen sich dann noch die Besitzer dieser Räder ermitteln, dann kann es gemäß „Bußgeldkatalog Fahrrad“ obendrein zu einer empfindlichen Geldbuße kommen.

Die StVO mit neuen Regeln für Radfahrer lässt viel Spielraum!

Grundsätzlich möglich, aber heute kaum noch üblich: Fahrräder, dazu zählen natürlich auch E-Bikes, dürfen wie Autos längs am rechten Straßenrand parken. Die einzige Auflage: Sie müssen gemäß Bestimmung der StVO bei Dunkelheit aber ausreichend beleuchtet sein. Dafür genügt beispielsweise eine rot-weiße reflektierende Parkwarntafel, wie man es von

Kfz-Anhängern kennt. Für überbreite Lastenräder oder Fahrräder mit Anhängern kann das Abstellen am Straßenrand die einzige erlaubte Methode sein.

Freies und ungeordnetes Parken für Radfahrer bleibt erlaubt.

Ebenfalls erlaubt ist das Parken in verkehrsberuhigten Bereichen (Spielstraßen) sowie auf Gehwegen, Plätzen oder in Fußgängerzonen. Da die StVO keine speziellen Parkverbote für Fahrräder vorsieht, müssen entsprechende Verbotsschilder in Fußgängerbereichen auch nicht beachtet werden. Allerdings müsse gewährleistet sein, dass weder Fußgängern noch Rollstuhlfahrern der Weg auf der Fahrbahn versperrt wird. Auch Rettungswege müssen frei bleiben. Gebots- oder Verbotshinweise an Gebäuden, die darauf hinweisen, dass das Hinstellen oder Anlehnen von Fahrrädern unerwünscht sei, sind jedoch zu beachten. Hier greift in vielen Fällen das Privatrecht und kann bei Nichtbeachtung zivilrechtliche Auseinandersetzungen bedingen, die dann dem Radfahrer echt ins Geld gehen können.

Da wo es fremdes Eigentum betrifft – auch ein Hauptbahnhof zählt dazu – müssen die Anordnungen der Eigentümer respektiert werden. Sind bei Rathäusern, Bahnhöfen, etc. Stellplätze für den Radfahrer ausgewiesen, sollten diese auch genutzt werden. Dies trifft natürlich auch bei Vermietern von Stellplätzen zu. Leider gibt es viel zu wenige Fahrrad-Stellplätze. Die Zeit wird aber kommen, das auch diese in ausreichender Zahl an Plätzen und Gebäuden vorhanden sein werden. Einige Städte verhalten sich bereits vorbildlich und bauen zusätzliche Radstationen und Fahrradparkhäuser, damit ausreichende Fahrrad-Stellplätze im urbanen Umfeld vorhanden sind.

Kommunen und Städte sehen die Vorgaben des Ministers für den Radverkehr kritisch.

Nicht einmal Städte und Kommunen können das Abstellen von Fahrrädern in Fußgängerbereichen unterbinden. Viele Stadtväter fühlten sich einst vom Anblick der Räder auf dem Bahnhofsvorplatz gestört und wollten das Abstellen aus ästhetischen Gründen verbieten. Doch der Schuss ging nach hinten los. Der Bundesgerichtshof untersagte diese Maßnahme mit dem Hinweis auf die uneingeschränkte Mobilität im öffentlichen Raum. Leider fehlt es gerade in der kommunalen Infrastruktur sehr oft an geeigneten Abstellanlagen für Fahrräder.

Nochmals das Wichtigste auf den Punkt gebracht:

Die neuen Regeln der Straßenverkehrsordnung (StVO) sowie der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) sind teilweise neu gefasst und verständlicher ausgelegt:

Beim Fahrradparken gilt:

Grundsätzlich darfst du mit dem Rad beim Einkaufen, an deinem Arbeitsplatz oder wo auch immer auf dem Gehweg stehen, wenn keine Fußgänger oder andere Verkehrsteilnehmer behindert werden. Lediglich das Fahrrad bei Bedarf am rechten Fahrbahnrand abstellen, das geht nach der Neufassung der Straßenverkehrsordnung nicht mehr. Radwege sind auch keine Parkfläche und die Straße gehört dem Autofahrer – also bleibt nur der Gehweg übrig.

Leider hat der Gesetzgeber hierbei übersehen, dass dies oftmals die einzige Möglichkeit ist, das Fahrrad kurz zu parken, weil der Gehweg zu schmal ist und Abstellplätze für Räder vielfach fehlen.

Aber vielleicht gibt es hier noch eine Nachjustierung der rechtlichen Bestimmungen, die allen Verkehrsteilnehmern bei Nutzung ihrer Fahrzeuge zugutekommen wird.

Lastenräder erhalten eigenes Verkehrszeichen – ein gutes Zeichen, um mobil und umweltfreundlich zu bleiben!

Ein Novum gilt ab sofort für die immer größer werdende Zahl der Lastenräder. Hier wurde speziell in der StVO ein neues Verkehrszeichen (blaues Schild) aufgenommen, um die Kennzeichnung für die Abstellplätze dieser Fahrzeuge deutlich zu machen. Allerdings darf das Fahrzeug nur für kurze Zeit während des Be- oder Entladungsvorganges abgestellt werden und auch die Anzahl dieser speziellen öffentlichen Parkmöglichkeiten sind in der vorhandenen Infrastruktur nur sehr begrenzt vorhanden.

Wohin mit dem Spezialrad? – schwierig und noch nicht eindeutig geklärt.

 Menschen mit Handicap fahren oft ein Dreirad. Diese Fahrzeuge sind genau so sperrig wie die schon angesprochenen Lastenfahrräder. Leider hat der Gesetzgeber das Fahren dieser Räder bisher nicht berücksichtigt, sodass es keine analoge Regelung zu den Lastenfahrrädern z. Zt. gibt.

Gerade für diese Gruppe wäre der Bedarf, Fahrradabstellanlagen zu schaffen unbedingt nötig, denn diese Menschen haben es schon schwer genug mobil zu bleiben und ihnen sollte das Fahren und die Nutzung unbedingt erleichtert werden!

Der Gesetzgeber bewegt sich – Das Fahren von Bikes und E-Bikes ist und bleibt ein wichtiges Thema.

Der Ausbau der Radwege, die Verbesserung der Infrastruktur, das breitere Angebot an Abstellplätzen, die Nutzung von Fahrradparkhäusern, all dies trägt erheblich dazu bei, das Fahrrad als mobiles Verkehrsmittel zu nutzen.

Ein Dank für diese Verbesserung ist auch dem ADFC geschuldet, der unermüdlich für die Verbesserungen der Radfahrer eintritt. Ohne den ADFC läge noch vieles im Argen. Natürlich gilt dies auch für andere Organisationen, die sich um den Fahrradfahrer kümmern und immer wieder auf Möglichkeiten der Verbesserung beim Fahren und Parken entsprechend hinweisen.

Manchmal ist auch ein bisschen Geduld gefordert. Parkplätze und neue Radwege können nicht über Nacht geschaffen werden und das Kraftfahrzeug als Verkehrsmittel zu verdammen, ist bestimmt der falsche Weg.

Der immer knapper werdende Raum zwingt zu Kompromissen und Toleranz gegenüber den anderen Verkehrsteilnehmern und wenn alle – Autofahrer, Fahrradfahrer sowie Fußgänger – ein wenig aufeinander zugehen, dann ist das Fahren, egal mit welchem Fahrzeug, eine für Bereicherung für alle Beteiligten.

Ein Stilbruch? – Nein, nur eine Vereinfachung!

Tretwerk hat sich ab sofort dazu entschlossen, nicht mehr die sperrigen geschlechtsspezifischen Ausdrücke wie Biker*innen oder Fahrradfahrer*innen in Textform zu schreiben, sondern schreibt in Zukunft Fahrradfahrer oder Biker und meint damit selbstverständlich Damen und Herren gleichermaßen. Tretwerk ist der Meinung, dass sich damit der Schreibstil flüssiger und lesefreundlicher gestaltet, was allen unsern Lesern und Leserinnen zugute kommt.

Übrigens – alle Bikes, ob E-Bike, Mountainbike, Cityrad und viele mehr, hat Tretwerk zu Spitzenpreisen im Angebot. Einfach auf unsere Website gehen und stressfrei Online shoppen. Tretwerk hat genau das, was du willst – garantiert. Die rote Ampel gibt es nicht bei uns – sie ist das ganze Jahr auf “Grün” geschaltet! Bei uns ist der Radfahrer immer willkommen – 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche!

Disclaimer

Mit diesem Artikel will Tretwerk einen kleinen Ratgeber um das Thema “Wo darf ich mein Fahrrad parken? Die Straßenverkehrsordnung (StVO) sagt es, TRETWERK bringt es auf den Punkt!” allen Radfahrern an die Hand geben. Diesen Ratgeber haben wir nach sorgfältiger Recherche erstellt und versucht einen möglichst umfassenden und unterhaltsamen Einblick über das Thema zu geben.

Der Beitrag erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit und bedeutet auch inhaltlich keine Rechtsberatung. Für versehentliche Fehler in der Information übernimmt Tretwerk keine Haftung. Gerne nehmen wir deine Anregungen und Kommentare entgegen – gib uns deine E-Mail-Adresse, wir melden uns.

 

Schreibe einen Kommentar